Inhalt
Netzwerk der Interessengemeinschaften behinderter Studierender (IbS-Netzwerk)
Die BAG e.V. ist Projektträgerin des bundesweiten Netzwerkes der Selbsthilfegruppen und Interessengemeinschaften behinderter und chronisch kranker Studierender sowie studentischen Behindertenreferate (Bundesweites IbS-Netzwerk). Die an einer bundesweiten Zusammenarbeit interessierten Gruppen und Einzelpersonen bilden das Netzwerk. Sie erhalten alle für ihre Arbeit relevanten Informationen und können aktiv mitarbeiten. Zur Zeit sind 80 Hochschulstandorte eingebunden.
Die Beteiligung am Netzwerk ist kostenfrei, es entstehen auch keine Hemmschwellen durch Beitrittserklärungen, Mitglieds-beiträge o.ä. Der regelmäßige Kontakt und Austausch zwischen den Beteiligten erfolgt über die Ausrichtung von und der Teilnahme an Seminaren, bundesweiten Erfahrungsaustauschen und Wochenend-Workshops, über die Mitarbeit in kleinen themenbezogenen Arbeitsgruppen zwischen den bundesweiten Treffen sowie durch telefonische Kontakte und Info-Post.
Übergreifende und von Beginn an verfolgte Ziele des Bundesweiten IbS-Netzwerkes sind:
- Unterstützung bei der Ist-Analyse bestehender Selbsthilfegruppen behinderter und chronisch kranker Studierender und deren Einbindung in die Hochschule
- Unterstützung bei Bedarfs-Analysen bezüglich der Gründung neuer Gruppen
- Unterstützung des Aufbaus neuer Gruppen
- Unterstützung bestehender Gruppen
- Konzeption und Durchführung gemeinsamer Projekte, insbesondere zur Verbesserung der Studienbedingungen behinderter und chronisch kranker Studierender
- Verbesserung der Effektivität der Arbeit der Gruppen durch ständigen Austausch in den verschiedenen Arbeitsbereichen (Studienordnungen, Selbstbestimmung, barrierefreier Hochschulbau, barrierefreier Internetzugang, Euthanasiedebatte / Bioethik, Öffentlichkeitsarbeit usw.)
- Verbesserung der Position behinderter Studierender / studentischer Selbsthilfegruppen gegenüber Ministerien und anderen Institutionen durch gemeinsames, bundes- bzw. landesweites Vorgehen
- Anbieten von Projekten und Teilaufgaben zum Erwerb sozialer und organisatorischer Kompetenzen.
Hierzu gehören die nachfolgend aufgeführten Einzeltätigkeiten:
- Förderung der Selbsthilfe über Know-how-Transfer im Hinblick auf die Organisation und den Aufbau neuer Gruppen und die gemeinsame Konzeptentwicklung im Rahmen von Informationsgesprächen, Vorträgen, Erstellung von Info-Materialien und der Durchführung von Workshops
- Gemeinsames Erarbeiten politischer Forderungen
- Planung und Durchführung von Aktionen, z.B. Hochschulbegehung durch behinderte Studierende, Messestand “Behinderung und Studium” auf der RehaCare International
- Unterstützung des Aufbaus spezifischer Schwerpunkte, z.B. “Frauen”, “Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Studierender in den neuen Bundesländern”.
Zu den Wochenend-Workshops kommen jeweils zwischen 15 und 35 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Ergebnisse werden i.d.R. in einem Tagungsbericht oder einem themenspezifischen Reader zusammengefasst und veröffentlicht, d.h., den TeilnehmerInnen, ReferentInnen sowie allen am Netzwerk beteiligten Gruppen und Einzelpersonen und Interessierten zugesandt. Diese bilden die Grundlage für die Arbeit vor Ort, somit findet ein Transfer in die Hochschulen statt.
