Die Bundesarbeitsgemeinschaft Bioethik-kritischer Studierender und AbsolventInnen

In den letzten Jahren hat die Diskussion um das Lebensrecht von Menschen stark zugenommen.
Dies betrifft insbesondere Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen bzw. chronischen oder vermeintlich letalen Erkrankungen. Besonders alarmierend ist hierbei die Negierung der Existenz des Lebensrechts dieser Personengruppen. Dabei unterscheiden sich die gegenwärtigen Äußerungen und Publikationen von einigen Vertretern aus Philosophie, Medizin und Biowissenschaften teilweise kaum von denen der Euthanasiebefürworter und Eugeniker zur Zeit des Nationalsozialismus. Und dieser Fakt ist äußerst bedenklich.

Die BAG Bioethik-kritischer Studierender und AbsolventInnen soll dieses Dilemma beheben, um die Folgen dieses Diskurses, z.B. Organentnahme bei Wachkoma-PatientInnen, Forschung an nicht einwilligungsfähigen Personen, die Beschneidung der Persönlichkeitsrechte von beeinträchtigten und / oder chronisch kranken Menschen abzuwenden.
Den InitiatorInnen der bundesweiten Arbeitsgruppe geht es insbesondere um eine kritische Begleitung der Entwicklung der Biowissenschaften und der ethischen Diskussion in Wissenschaft und Öffentlichkeit, insbesondere an bundesdeutschen Hochschulen.

Dabei sollen besonders die Auswirkungen auf die Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen und / oder chronischen Erkrankungen beleuchtet werden.
Kristallisationspunkte in der Diskussion sind:

Dies soll durch die Veranstaltung von ein bis zwei bundesweiten Wochenend-Workshops im Jahr geschehen. Hierbei sollen ReferentInnen zu verschiedenen Aspekten der Thematik informieren, die daraufhin in Arbeitsgruppen vertieft werden.