Aktuelles

Was bringt das Bachelor-Studium?

19. Oktober 2010

Neuer attraktiver Hochschulgrad oder Schmalspur-Diplom?
Stärkerer Praxisbezug oder “Bulimie-Lernen”?
Straffung und Entrümplung der Studienpläne oder Überforderung der Studierenden?
Mehr Flexibilität in der Karriereplanung oder verschärfte Selektion?
Diese und andere gegensätzlichen Beurteilungen prägen die Diskussion seit Einführung des Bachelors als ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Unser Workshop
„Was bringt das Bachelor-Studium für behinderte Studierende”
vom 03. bis 05.12.2010 im Jugendgästehaus Aasee, Münster
wollen wir uns damit befassen, wie die Bologna-Reform das Studium und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für behinderte und chronisch kranke Menschen verändert hat.
Für Erstsemester und andere Menschen, die sich noch nicht mit den Rahmenbedingungen eines Studiums für behinderte und chronisch kranke Menschen auskennen, bieten wir am Samstagnachmittag eine Einführung.

Einladung zum WorkshopProgramm und Anreise
Anmelde-Formular

Gilt Bologna auch für uns?

24. August 2010

- Behinderte und chronisch kranke Studierende stoßen in Europa immer noch an Grenzen -

Oft stehen Studieninteressierte mit Behinderung oder chronischer Erkrankung vor „verschlossenen Hochschultüren“. Selbst diejenigen, die sich den Zugang verschafft haben, sehen sich mit einer Vielfalt von Barrieren konfrontiert. Was machen sehbehinderte oder blinde Studierende, wenn die Lehrenden nur an die Tafel schreiben? Was machen Rollstuhlfahrer/innen, wenn die Seminarräume nur über Treppenstufen zu erreichen sind? Was machen hörgeschädigte Studierende, die in einer Flut von Geräuschen das Wesentliche nicht erfassen können? Durch fehlende geeignete Rahmenbedingungen sind die betroffenen Studierenden häufig auf fremde Hilfe angewiesen. Diese Hilfen sind europaweit höchst unterschiedlich zu beantragen und verfügbar. Während bei den Bildungsabschlüssen im Bologna-Prozess eine Vereinheitlichung der Studienabschlüsse angestrebt wird, wird die [Umsetzung der] Vereinheitlichung in Bezug auf technische, organisatorische und didaktische Barrierefreiheit vernachlässigt.

Im Rahmen des Workshops der BAG Behinderung und Studium vom 19. bis 22. August 2010 in Lutherstadt-Wittenberg trafen sich betroffene Studierende aus Hochschulen des gesamten Bundesgebietes zum Erfahrungsaustausch. Dabei erarbeiteten sie Forderungen für die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Hochschulen in Europa. In Übereinstimmung mit der Behindertenrechtskonvention (BRK) wird „Die eine Hochschule für Alle“ gefordert.

Um dem völkerrechtlichen Anspruch aus der UN-Konvention gerecht zu werden, sind entsprechende Anstrengungen der Hochschulen erforderlich: Nicht die betroffenen Studierenden müssen sich den Gegebenheiten an den Hochschulen anpassen, sondern umgekehrt. Welche Bedingungen an den Hochschulen in Europa vorzufinden sind, kann im Higher Education Accessibility Guide (HEAG) unter

www.european-agency.org/agency-projects/heag

nachgelesen werden. Für den HEAG hatte die BAG-Behinderung und Studium eine Umfrage an 300 deutschen Hochschulen zur Erfassung der Rahmenbedingungen durchgeführt. Bisher haben 37 Hochschulen die Information zur Verfügung gestellt - Die Rückmeldung weiterer Hochschulen ist im Interesse der Studierenden dringend erforderlich.

Mit neuem Design online

12. September 2008

In den vergangenen Wochen hat die BAG “Behinderung und Studium” zusammen mit Jan Eric Hellbusch an behinderung-und-studium.de gearbeitet. Heute haben wir live geschaltet.

Wer Inhalte oder die Barrierefreiheit kommentieren will, kann entweder diese Meldung kommentieren oder Kontakt mit uns aufnehmen.

Erfahrungen mit Arbeitsvermittlern gesucht

5. September 2008

Seit nunmehr 16 Monaten liegt die Verantwortung für die Vermittlung arbeitsloser schwerbehinderter Akademiker bei den örtlichen Arbeitsagenturen. Die Begründung dafür war, dass die exzellente Arbeit, die das bis dahin zuständige Team bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit leistete, mit der Nähe der örtlichen Arbeitsagenturen verbunden werden sollte. Am 16.9. findet eine Veranstaltung statt. auf der eine Bilanz der Neuorganisation gezogen werden soll.

Studiengebühren verschärfen Situation behinderter Studierender

29. Juli 2007

Die BAG Sozialhilfe führte am vergangenen Wochenende einen Workshop zum Thema „Konsequenzen von Studiengebühren im Erststudium für behinderte und chronisch kranke Studierenden“ durch.
Im Wintersemester 2006/07 führten die ersten Bundesländer Studiengebühren für das Erststudium ein. Diese führen zu einer inakzeptablen Verteuerung des Studiums und schrecken potenziell Studieninteressierte ab.

Presseerklärung zur Podiumsdiskussion „’Vieles ist möglich’ oder ‚Geht nicht? – gibt’s nicht’“

12. Juli 2007

Unter der Leitrage „’Vieles ist möglich’ oder ‚Geht nicht – gibt’s nicht’“ veranstaltete die EQUAL-Entwicklungspartnerschaft „Vieles ist möglich – Tandempartner in der Wissenschaft“ (www.tandem-in-science.de) am 5. Juli 2007 eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema Studieren mit Behinderung an der Freien Universität Berlin.

Presseerklärung Podiumsdiskussion “Vieles ist möglich” oder “Geht nicht? - gibt’s nicht!”

5. Juli 2007

“Konsequenzen von Studiengebühren im Erststudium” JH Würzburg

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Behinderung und Studium (BAG) fordert den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit auf, die zentrale Vermittlungsstelle für schwerbehinderte Akademiker in vollem Umfang zu erhalten. Die Vermittlungsstelle muss weiterhin operativ tätig bleiben, eine bloße Koordinierungsfunktion, wie sie von der BA-Leitung geplant, reicht bei Weitem nicht aus.